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Die Leon Bailey Saga




Für welches Land entscheidet sich Leon Bailey international zu spielen? Diese Frage beschäftigt nicht nur uns, sondern auch viele Fans.

Aber wer ist eigentlich dieser Leon Bailey?

Geboren wurde Leon Patrick Bailey am 09.08.1997 in Kingston/Jamaika. Er spielte bereits in jungen Jahren Fußball für das Highschool Team am Kingston College. Dazu spielte er noch in der Phoenix All Stars Fußballakademie, die Craig Butler gehört, der ihn bereits in jungen Jahren adoptierte.

2011 wechselte er mit seinem Halbbruder Kyle Butler nach Österreich zum Regionalligisten USK Anif. Eigentlich hätte er im Sommer 2013 zum KRC Genk nach Belgien wechseln sollen, jedoch kam der Vertrag nicht zustande, da er sich illegal in Belgien aufhielt. Danach wechselte er 2013 in die Slowakei zum AS Trencin. Im August 2015 wurde er schließlich doch noch von KRC Genk verpflichtet. 2016 wurde er zum Jugendspieler der Saison in Belgien gewählt und zeigte vor allem in der Euro-League seine fußballerische Klasse. In 6 Spielen traf er 3 mal und legte einige Tore vor.

Ende Januar 2017 folgte der Wechsel in die Bundesliga zu Bayer Leverkusen für die Ablösesumme von 12 Mio. Euro. In der Rückrunde kam er jedoch kaum zum Einsatz.

Das änderte sich aber in der Saison 2017/2018. In der Vorrunde stieg er zum Shootingstar der Bundesliga auf und traf bisher (Stand 22.02.2018) in 20 Spielen 9 mal und bereitete weitere 6 Treffer vor. Längst stehen die europäischen Topclubs Schlange und wollen das Supertalent verpflichten.

Lange hat er sich nicht dazu geäußert für welche Nationalmannschaft er auflaufen möchte. Bisher hat er ein einziges U23-Länderspiel für Jamaika in einem Freundschaftsspiel absolviert. Lt. Aussage seines Stiefvaters gibt es jedoch nach wie vor Differenzen zwischen ihm und dem jamaikanischen Fußballverband. Gespräche mit dem JFF-Präsidenten fanden bereits statt und Bailey sowie sein Halbbruder Butler wurden bereits gegen Saudi-Arabien und gegen Südkorea nomminiert, jedoch nahmen sie die Einladung bis jetzt nicht an lt. Aussage von JFF.

Butler teilte immer wieder mit, dass auch Malta und Belgien für seinen Sohn als Nationalmannschaft in Frage kommen. In Malta spielt zwar Butler, aber Bailey hat dort nie gelebt und auch nie gewohnt. Eine Einbürgerung wäre jedoch möglich, da man sich den Pass kaufen kann. In Belgien wohnt er zwar noch, jedoch bekam er bis dahin noch nicht die belgische Staatsbürgerschaft. Auch Deutschland scheidet aus, da er frühestens 2020 eingebürgert werden kann, falls er noch so lange in Deutschland spielt.

Mittlerweile wurde auch bekannt gegeben, dass die Großeltern seines Stiefvaters Butler die englische Staatsbürgerschaft besitzen und der englische Verband Bailey unbedingt haben möchten. Das ist aber auch nicht so einfach, da es nicht seine leiblichen Großeltern sind. Dazu fehlt ihm auch der Pass, der dann noch beantragt werden müsste, bevor er für England auflaufen könnte.

JFF hat sich trotz der Aussagen von Butler bereits seit Jahren um ihn bemüht. Während seiner Zeit in Belgien wurde er mehrmals vom damaligen Trainer Winnie Schäfer angefragt und auch für den Gold-Cup 2015 nomminiert, jedoch erteilte Craig Butler höchstpersönlich eine Absage. Schäfer wurde es verboten mit Bailey in Kontakt zu treten.

Butler stellt gewisse Bedingungen an den Verband (u. a. eine Position im Nationalteam und Einbau von weiteren Phoenix-Spielern in das Nationalteam), die dieser bis dato nicht erfüllen möchte. Beide Parteien verstricken sich immer wieder in Wiedersprüche. Wer hier die Wahrheit sagt, bleibt ein Rätsel.

Der Höhepunkt ist aktuell das 10-tägige Ultimatum von Butler an den jamaikanischen Fußballverband. Bis dahin müssen sie sich entscheiden, ob die Forderungen eingegangen werden und ob man mit Bailey plant. Falls nicht, wird er sich für ein anderes Nationalteam entscheiden.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass das Theater endlich beendet werden sollte und sich Bailey für Jamaika entscheiden sollte. Dort könnte er sofort einen Stammplatz erobern und bei der im Herbst beginnenden Nations League mitspielen. Klar sind dadurch Reisestrapazen dabei, doch das dürfte eigentlich einem jungen Spieler nichts ausmachen. Auch eine mögliche WM-Teilnahme 2022 wäre mit ihm möglich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so schnell einen englischen Pass bekommt und bei der WM 2018 für England aufläuft. In der Regel dauert es Monate bis die Unterlagen bei den Behörden vorliegen. Des Weiteren spielt England vor der WM nur noch im März gegen die Niederlande und gegen Italien. Bis dahin ist es unmöglich einen englischen Pass zu erlangen.

Wir von www.reggaeboyz.de sagen: Es reicht.

Bildquelle: www.youtube.com

 Autor: Andreas